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No Poo - Haare waschen ohne Shampoo?

Gepostet von Juliane Ewert am

Derzeit schwirrt im Netz ein Trend herum, der manch einen verwundert: Haare waschen ohne Shampoo, kurz No Poo, ist das neue Schlagwort, wenn es um gesunde Haarpflege geht. Keine Frage, häufiges Haarewaschen und falsche Produkte können zu gereizter Kopfhaut führen. Aber: kann denn die Haarwäsche gänzlich ohne Shampoo die Lösung sein?

 

Haarpflege ist Hautpflege

 

Unsere Kopfhaut wird zwar im Normalfall von einer Vielzahl von Haaren bedeckt und dadurch vor Umwelteinflüssen besser geschützt als der Rest unserer Haut. Allerdings kann sie bei übermäßiger oder falscher Pflege oftmals gereizt reagieren. Die Gründe dafür sind vielfältig. Zum einen spielen Umwelt und Hauttyp natürlich eine Rolle, zum anderen neigen viele Menschen dazu, ihre Haare zu oft zu waschen und die verwendeten Produkte mitunter nicht gründlich genug auszuwaschen. So können sich auf Dauer Shampoo- und Conditioner-Reste auf der Kopfhaut sammeln und die Poren verstopfen. Die Folge ist eine gereizte, juckende oder eine übermäßig fettende Haut, auch hartnäckige Schuppen können die Folge sein.

 

Ist Haarewaschen ohne Shampoo die Lösung?

Natron als Alternative zu Shampoo

 

Es stellt sich nun also die Frage, was gegen Probleme mit Kopfhaut und Haaren wirklich hilft. Einfach nur auf silikonhaltige Pflegeprodukte verzichten und die Chemie gänzlich vom Kopf verbannen? Wenn es nach den Verfechtern des No Poo Trends, also Haare waschen gänzlich ohne Shampoo, geht, lautet die Antwort: ja!

No Poo Haarpflege verzichtet komplett auf jegliche künstliche Inhaltsstoffe und setzt dafür auf alte Hausmittel, allen voran Wasser, Natron und Apfelessig. Diese sollen dabei helfen, Kopfhaut und Haar wieder in Balance zu bringen, damit sich die Talgproduktion des Körpers wieder ins Gleichgewicht bringen kann.

 

 

Wie genau funktioniert No Poo?

No Poo – die Umstellung nimmt etwas Zeit in Anspruch

 

Die Umstellung auf No Poo ist mitunter gewöhnungsbedürftig. Denn klassischerweise beginnt man ganz einfach damit, auf das regelmäßige Haarwaschen zu verzichten bis die Haare zu fetten beginnen. Erst dann wird das erste Mal gewaschen – nur mit Wasser. Bei der zweiten Wäsche kommt dann etwas Natron ins Spiel (Verhältnis ca. 1 Löffel Natron zu einer Tasse Wasser). Fühlen sich die Haare langsam wieder sauber an, folgt als nächster Schritt das Abspülen mit Apfelessig. Regelmäßiges Bürsten der Haare ist ebenso wichtig, um Schmutz zu entfernen und schützenden Talg besser im Haar zu verteilen. Entscheidet man sich für diese Methode, sollte man auf jeden Fall darauf achten, nicht zu viel Natron zu verwenden, da sonst das Haar austrocknet, gefärbtes Haar kann sogar ausbleichen. Alternativ können statt Natron beispielsweise auch Roggenmehl oder Lavaerde zum Einsatz kommen.

 

Alternativen zu No Poo?

 

Man muss nicht unbedingt extreme Maßnahmen ergreifen, um gesunde Haare zu haben. Grundsätzlich empfehlen Profis, zwei bis drei Mal die Woche die Haare zu waschen und auf milde, silikonfreie Pflegeprodukte zurückzugreifen. Hier bieten sich zum Beispiel Naturshampoos an. Diese enthalten nämlich keine Tenside, die zwar die Haare von Schmutz befreien, gleichzeitig aber die Kopfhaut reizen können. Stattdessen kommt beispielsweise Zucker zum Einsatz. Als Hausmittel zwischendurch, die gereizte Kopfhaut beruhigen können, eignen sich etwa auch Kamille (in Form von Kamillentee oder einem ätherischen Öl), Kokosöl oder Pfefferminze.

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